10 Probleme mit welchen Linkbuilder zu kämpfen haben (Liste für deinen Chef)

Linkbuilder Probleme

Als Linkbuilder hast du es wirklich nicht einfach:

Ob du das nun hauptberuflich machst, als Freelancer oder einfach nur so nebenbei, eine ganze Reihe an Problemen wartet auf dich zu.

Vor allem, wenn man für Kunden arbeitet und vieles von anderen abhängt, wird es zum Teil sehr kompliziert. Trotzdem haben wir versucht, nicht nur die Probleme aufzulisten, sondern auch Lösungen zu finden. Selbstverständlich kannst du die Liste auch deinem Boss schicken, damit der mal sieht, mit was du eigentlich täglich zu kämpfen hast.

1 Kein „verlinkbarer“ Content

Selbst wenn man als Linkbuilder ein Budget hat und auch mal für einen guten Link was springen lassen kann (ja, das macht man immer noch, auch wenn Google das nicht will), ist es manchmal einfach unmöglich einen Partner zu finden. Dann muss oft der Content der Zielseite in Frage gestellt werden.

Denn, mit gutem Grund, passen Webseitenbetreiber immer mehr auf, welche Seiten sie verlinken. Selbst wenn sie dafür bezahlt werden, möchten sie nicht jeden Schwachsinn verlinken. Denn mittlerweile hat natürlich auch der letzte Blogger gemerkt, dass auch ausgehende Links langfristig gefährlich sein können, sollte die Zielseite qualitativ schwach sein.

Sollte also einfach kein verlinkbarer Content auf der Kundenseite vorhanden sein, dann muss dies unbedingt so kommuniziert werden. Der Kunde muss dazu gebracht werden, hochwertigen Content zu erstellen, welchen andere gern verlinken (wenn auch mit etwas finanzieller Nachhilfe).

2 Keine Zeit

Mal ehrlich, gibt es noch Jobs, wo die Zeit kein Problem darstellt? Nicht wirklich. Auch für den Linkbuilder spielt diese eine Rolle, was ein grosses Problem sein kann und oft zu Links von zweifelhafter Qualität führt.

Man muss sich hier gaz einfach an der eigenen Nase nehmen und seine Zeit besser einteilen. Klar hat man auch viel anderes zu tun (die meisten von uns zumindest). Man sollte aber immer daran denken, dass man Linkbuilding nicht in dem Moment erledigen kann, wo man sich daran macht. Stattdessen läuft der Prozess in der Regel über Tage oder Wochen (potenzielle Seiten finden, Seitenbetreiber kontaktieren, Angebot machen, und so weiter).

3 Keine Zeit vom Kunden gegeben

Die meisten Kunden denken auch beim Linkaufbau noch in „monatlichem Budget“. Entsprechend lässt sich anhand des Linkaufbaus sogar ein Schema heraussehen, wo nicht selten gegen Ende des Monats, nochmal viele schwächere Links aufgebaut werden. Google könnte in Zukunft in der Lage sein, solche Muster zu erkennen.

Hier muss man dem Kunden klar machen, dass hochwertiger Linkaufbau nicht von Heute auf Morgen geht.

4 Kein Geld

Wie bereits angesprochen, ist es ohne Budget einfach unmöglich, gutes Linkbuilding zu betreiben. Denn, selbst wenn man ausschliesslich Outreach macht, guten Content promotet und nicht für Verlinkungen bezahlt, muss die Zeit dennoch bezahlt sein.

Hier ist es wohl am besten, dem Kunden zu Beginn Schritt für schritt aufzuzeigen, welche Prozesse der Linkaufbau beinhaltet, damit dieser die Kosten nachvollziehen kann.

5 Kein beweisbarer Erfolg

Suchmaschinenoptimierung ist keine Wissenschaft. Denn die „Grundgesetze“ werden allein durch Google definiert und ändern sich ständig. Was heute funktioniert kann morgen falsch sein und so weiter.

Für den Linkbuilder bedeutet dies, dass seine Arbeit oft nicht direkt mit Erfolg oder Misserfolg verbunden werden kann. Da baut man vielleicht tolle Links auf, aber zur gleichen Zeit macht der Kunde grössere Änderungen an der Website. Wurde der Rankinggewinn nun durch die Links hervorgerufen oder doch durch die Onpage-Massnahmen?

Eine Möglichkeit diesem Problem auszuweichen, ist eine Bezahlung aufgrund der Stärke der Links. Dazu müssen zuerst Metriken festgelegt werden, wonach dann abgerechnet werden kann.

6 Keine passenden Websites

Tatsächlich ist es so, dass es bei einigen Themen extrem schwierig ist, Partnerseiten zu finden. Ob nun für Linkkauf oder Seeding von hochwertigem Content. Dies kann dann natürlich sehr problematisch sein.

Die Lösung ist hier wohl die Erstellung von Content, welcher über die Grenzen des Themas hinaus interessant sein kann.

7 Einschränkungen durch den Kunden

Manche Unternehmen versuchen alles bis ins letzte Detail zu kontrollieren, was beim Linkaufbau zu Problemen führen kann. Muss zum Beispiel bei jedem möglichen Link zuerst Rücksprache gehalten werden, können diese Verzögerungen dazu führen, dass ein Kontakt abbricht und die Möglichkeit verfliegt.

Dem Kunden muss man klar machen, dass weniger Einschränkungen für mehr Vielfalt und einem natürlicheren Linkprofil führen. Also genau das, was man eigentlich haben möchte.

8 Unrealistische Erwartungen

Dieses Problem ist bei der Suchmaschinenoptimierung allgegenwärtig. Denn die meisten Kunden wissen so gut wie nichts von SEO. Ihre Erwartungen an den Linkbuilder können daher auch sehr unrealistisch sein.

Gerade unerfahrene Kunden müssen hier manchmal etwas tiefer informiert werden. Vor allem zu hohe Erwartungen sollten etwas gedämpft werden oder preislich angepasst, damit du die Ziele auch erreichen kannst.

9 Google Änderungen

Google selbst dürften wohl die meisten Linkbuilder als grosses Problem sehen. Was wenn meine Methoden in Zukunft nicht mehr funktionieren? Oder gar von Google bestraft werden?

Ein Stück weit müssen wir mit diesem Risiko natürlich leben, denn Google hat die komplette Freiheit darüber, zu entscheiden wie das Ranking funktioniert. Das gute ist, dass Matt Cutts neulich wieder erwähnt hat, wie wichtig Links für Google sind und dass diese noch lange ein Faktor bleiben werden.

Das Wichtigste ist hier einfach, dass man alles was man macht, in Grenzen hält. Über dieses Thema habe ich ja bereit zuvor ausführlich berichtet. Siehe 5 geile Linkaufbau Methoden, welche man total verbocken kann.

10 Zu viel Geld im Spiel

Es gibt gewisse Branchen, bei welchen es um so viel Geld geht, dass die Unternehmen Millionen ins Marketing investieren. Als Neuling ist es hier ganz einfach unmöglich, innerhalb der Google-Richtlinien zum Erfolg zu kommen.

Ein weiteres Problem ist bei solchen Branchen, dass selbst kleinste Blogger schon wegen dem Geld dabei sind. Entsprechend sieht sich jeder als Konkurrent. Das Resultat ist, dass selbst top Content nur sehr schwierig promotet werden kann.

Hier könnte es sinnvoll sein, angrenzende Märkte ins Visier zu nehmen, um Linkquellen zu finden.

Linkbuildern werden die meisten der genannten Probleme wohl bekannt sein. Beim Chef hingegen muss dies nicht zwingend der Fall sein. Warum also nicht den Boss drauf aufmerksam machen, das dies nicht nur Ausreden sind, sondern echte Probleme für einen Linkbuilder.

Falls dir dieser Artikel gefällt, freuen wir uns natürlich auch über jeden Like, Share und Kommentar.

7 Kommentare

  1. Farbentour

    Hallo,

    10 Probleme die zu 10 Gründen führen erst gar nicht mit dem manipulierten Linkaufbau anzufangen? 😉

    1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

      Einige würden sagen, dass dein Kommentar hier „manipulierter Linkaufbau“ ist 😉 hehe

      Nein, aber mal ehrlich. Wenn man sich mit dem Internetbusiness mal etwas genauer befasst, wird man schnell feststellen, dass es in vielen Bereichen, ohne aktiven Linkaufbau, einfach nicht geht.

      Selbst wenn man „nur“ guten Content erstellt und dann Seeding macht, ist dies ja bereits eine klare „Nachhilfe“. Es ist ganz einfach eine Tatsache, dass guter Content allein noch nicht ausreicht…

  2. Daniel

    Hi Dani,

    danke für die tolle Zusammenfassung, hat Spass gemacht zu lesen. Wie du schon geschrieben hast, geht es einfach nicht ohne Linkaufbau – es sei denn man möchte auf Google als Traffic-Quelle verzichten :D.

    1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

      Und danke für deinen Kommentar, Daniel. Freut mich, dass dir der Artikel gefällt.

      Ich bin definitiv auch der Meinung, dass man es in den meisten Branchen und Nischen, ohne gezielten Linkaufbau, kaum mehr schaffen kann.

      Sicher gibt es noch einige Sparten wo man nur mit gutem Onpage was erreichen kann, aber sobald es vom Longtail weg geht und um die hart umkämpften Keywords, dann braucht man Links.

  3. SEOCouch - Heiko

    Nicht nur die Probleme an sich, sondern vor allem die Reihenfolge dieser Probleme ist durchaus richtig von Dir gewichtet, sofern das beabsichtigt war ;o)

    1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

      Ja, die Reihenfolge sollte schon irgendwie Sinn ergeben, Heiko 😉
      Wobei man dann natürlich auch immer Google an die erste Stelle setzen könnte, da davon ja dann wieder alles abhängt 😉
      Aber aus eigener Erfahrung ist das schon etwa die passende Gewichtung der Probleme…

  4. Sandra 3 ;-)

    Hallo Leute,
    ich kann hier dieser Liste eigentlich nur zustimmen. Ich habe selbt einige Zeit als Linkbuilder gearbeitet und kann mich eigentlich mit jedem einzelnen dieser Problemchen identifizieren. Ich mache es zwar heute nicht mehr, kann aber immer noch täglich sehen, dass es nach wie vor zum SEO Geschäft dazu gehört. Ob man das nun möchte oder nicht. In vielen Fällen hat man keine andere Wahl…

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