5 idiotische Wege, um Backlinks zu genieren

Linkbuilding Fehler

Das ist ein Gastbeitrag von Fabian Auler.

Es gibt unzählige Wege, tolle Backlinks für die eigene Webseite zu genieren. Jedoch kann man hier auch eine Menge falsch machen.

Es gibt so viele Gerüchte über den Linkaufbau, dass stellenweise regelrechte Mysterien über Backlinks herrschen.

Während gute Backlinks einen Seite nach vorne pushen können, können ein paar schlechte Backlinks bereits zu einem Rankingverlust bis hin zur De-Indexierung führen.

So sind Backlinks, die schwierig zu bekommen sind und von themenrelevanten, gut besuchten Webseiten sind, immer sehr wertvoll. Aber was ist eigentlich ein schlechter Backlink? Was für Fehler können beim Linkbuilding gemacht werden?

Wie heißt es doch so schön? Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Und besonders Google kennt da keine Gnade.
Um nach Möglichkeit die gröbsten Fehler beim Linkbuilding zu vermeiden, möchte ich dir heute 5 Negativ-Beispiele zeigen, wie man Backlinks nicht setzen sollte.

Beispiel Nr.1

StudiVZ

Wer kennt nicht das gute alte StudiVZ? In einer Zeit, wo man als Student noch kein Facebook oder Twitter kannte, waren eigentlich so gut wie alle Kommilitonen auf StudiVZ. Es war ein regelrechter Zwang, sich dort anzumelden, um Kontakt zu seinen Studienkollegen zu halten, aber auch um wichtige Informationen bzgl. des Studiums zu erhalten.

Leider konnte StudiVZ sich nicht gegen die internationale Konkurrenz durchsetzen. Facebook wurde immer größer und größer, während StudiVZ immer weniger Nutzer und Aktivitäten zu verzeichnen hatte. StudiVZ ist gestorben!

Allerdings gibt es StudiVZ im Netz noch und jeder, der seine alten Benutzerdaten noch kennt, kann sich dort anmelden und fleißig Backlinks auf seiner Pinnwand posten bis der Arzt kommt. Die Backlinks sind sogar Do-Follow. Doch warum schreibe ich darüber, obwohl ich Negativ-Beispiele nennen wollte?

Weil diese Links absolut nichts bringen! Die Profile sind nur für registrierte Benutzer einsehbar und werden von Google auch nicht indexiert. Was bringt dir außerdem ein Backlink von einer toten Webseite, auf der keine Besucher sind? Richtig! Absolut gar nichts!

Deswegen brauchst du dein altes Passwort zu deinem StudiVZ Account doch nicht herauszusuchen 

Beispiel 2.

Xing – Impressum

Es gibt tatsächlich einfallsreiche Linkbuilder, die das Impressum auf der Xing Seite als Backlinkquelle benutzen. Dort werden dann statt der Adresse usw. hunderte von Links reingeklatscht in der Hoffnung, bei Xing nicht von einem Admin entdeckt zu werden und einen ordentlichen Schub im Google-Ranking zu bekommen…

So ein Blödsinn! Die Links sind zwar Do-Follow, sind aber nichts wert, weil diese Backlinks viel zu einfach generiert werden können und von Google wenig bis gar nicht gewichtet werden. Ein Link, der im Impressum bei Xing versteckt ist, wird auch so gut wie gar nicht angeklickt werden. Mehr Traffic und Sprünge im Ranking bei Google nach oben, kann es mit so einer Taktik nicht geben.

Beispiel 3.

Kommentarbereiche von toten Blogs zu spammen

Wer ist nicht schon einmal durch die Google-Suche auf einen wirklich verlassenen Blog gestoßen? Am besten noch ein Web 2.0 Blog, wie Blogspot. Der letzte Post vom Autor wurde 2001 gepostet und der Autor hat sich darin über seine erste 1.000 DSL Leitung gefreut. Spaß beiseite. Du kannst gerne mal versuchen, im Kommentarbereich von Blogs deine Backlinks zu platzieren, allerdings erkennt Google solche Spamtechniken sehr schnell und bewertet solche Backlinks gar nicht. Viel schlimmer: Wer diese Technik übertreibt, wird sich demnächst auf den letzten Plätzen bei Google wiederfinden. Hinzu kommt noch, dass die meisten Webseitenbetreiber ihre Kommentare moderieren und Anti-Spam Filter eingebaut haben.

Suche dir lieber Blogs aus, auf denen viele Besucher täglich sind und verfasse dort einen sinnvollen Kommentar. Trage nach Möglichkeiten deinen echten Namen ein und schreibe deinen Link auch nur in das dafür vorgesehen Feld URL* rein. Sonst nirgendwo. Die Zeiten, in denen Blogkommentare zum Spammen von Backlinks verwendet wurden, sind schon lange vorbei.

Beispiel 4.

Backlinks kaufen von Ebay, Fiverr usw.

Ich will dir eine reine fiktive Story erzählen:

Peter hat in letzter Zeit vermehrt gelesen, wie wichtig es doch ist, Backlinks für die eigene Webseite aufzubauen, damit er im Google-Ranking endlich nach vorne kommt. Er hat bereits ein paar andere Webseitenbetreiber angeschrieben, ob sie sich gegenseitig verlinken können, aber bisher kam keine Antwort. Peter will jetzt aber unbedingt Backlinks haben. Was unternimmt er also?

Ganz klar, er sucht die Lösung seiner Probleme auf Ebay.de. Dort gibt er „Backlinks“ ein und welch ein Wunder: Dort gibt es unzählige Linkbuilder, die ihm 100 oder mehr starke Backlinks von sehr hochwertigen Webseiten für nur 59,99€ anbieten. Ein Traum wird wahr. So einfach ist als SEO!? Dann kann er sich die 500€ im Monat für die blöde SEO-Agentur sparen.

Peter kauft das Paket vom Linkbuilder und hofft natürlich bereits morgen in den TOP 5 gefunden zu werden…und was ist stattdessen passiert? Oh nein, seine Webseite hat sich im Ranking dramatisch verschlechtert. Schlimmer noch! Seine Webseite ist auf die letzten Seiten bei der Google-Suche gerutscht.

Okay. Die Story endet hier. Hoffen wir mal, dass Peter diesen Rückschlag verkraftet wird. Doch was genau ist passiert? Warum hat sich das Ranking von Peters Webseite nicht verbessert?

Ganz klar: ein Linkbuilder, der Backlinks für nur 60€ anbietet, kann keine guten Links aufbauen, da gute Links Zeit und sehr viel Mühe kosten. Für 60€ hat der Linkbuilder ein paar echte miese und billige Backlinks aus Linkfarmen, fremdsprachigen Webseiten usw platziert. So etwas erkennt Google sofort und bestraft viele Webseiten für diesen billigen Versuch sofort.

Linkfarmen?

Ja, richtig gehört. Linkfarmen sind Webseiten mit vielen ausgehenden Links. Hier einen Link zu bekommen ist sehr einfach und viele Verzeichnisse lassen sich mittlerweile als Linkfarmen bezeichnen. Je mehr ausgehende Links eine Webseite hat, desto weniger „Linkkraft“ (oder auch „Linkjuice“ genannt) hat ein einzelner Backlink. Bei einer Linkfarm mit 1.000.000 ausgehenden Links hat ein einzelner Link also absolut gar keine Linkkraft mehr.

Das Ranking kann sich dadurch nur verschlechtern und deshalb sollte man solche Linkfarmen auch meiden!

Beispiel 5.

Foren Spammer

Welcher Foren-Admin kennt sie nicht? Die Foren Spammer. Schnell ein Account erstellt, am besten noch mit einer 10 Minuten Email und schon geht das sinnlose Posten von Beiträgen, in denen ein Link steht, los. Viele Admins von Foren verbringen Ewigkeiten damit, solche Spam-Beiträge zu löschen. Ein Beitrag in dem es nur um die Platzierung eines Backlinks geht, wird in so gut wie keinem aktiven Forum akzeptiert werden.

Wenn du wirklich Backlinks aus Foren haben willst, musst du dich aktiv im Forum beteiligen und dann erst kannst du versuchen, einen deiner Backlinks zu setzen! Wichtig ist es, dass der Link zu der Zielwebseite sinnvoll zu dem Thema passt und nicht einfach sinnlos gepostet wird.

Bitte also nicht wie folgt vorgehen: „Hey Leute, schaut mal meine Webseite „www.ar**.de“.

So etwas wird in keinem normalen Forum toleriert.

In vielen Foren gibt es aktive Diskussionen zu unzähligen Themen, suche dir passende Foren aus und poste, nur wenn es passt, deinen Link mit einer Erklärung dazu rein!

Fazit

Nochmal zur Wiederholung. Die oben genannten Beispiele zeigen dir, wie man Backlinks N I C H T setzen sollte, da die Backlinks sofort gelöscht werden, nicht von Google berücksichtigt werden oder im schlimmsten Falle als Linkspam von Google erkannt werden und deine Webseite abgestraft wird.

Je schwieriger ein Link zu bekommen ist, desto wertvoller ist dieser auch oftmals. Such dir Backlinks von vertrauenswürdigen Webseiten aus, z.B. Wikipedia, Webseiten von staatlichen Organisationen usw. Prüfe diese Webseiten mit Majestic.com auf ihre Linkprofile. Haben diese Webseiten bspw. Links von chinesischen Webseiten oder haben die meisten Ankertexte nur Keywörter im Text stehen, solltest du von solchen Webseiten lieber Abstand nehmen. Ebenfalls kannst du auch Kennzahlen zur Bewertung nehmen. Ein hoher Sichtbarkeitsindex (von Sistrix) ist immer ein positives Signal.

Viel Erfolg beim Linkbuilding.

Viele Grüße,
-Fabian

Fabian Auler ist Gründer und Autor von Farbentour.de. Lerne mehr über Backlinks und schaue dir seinen Linkbuilding Guide an.

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15 Kommentare

  1. Gerald

    Schöner Artikel. Eine Frage zum Beispiel #1. Würdest du sagen, dass das generell für soziale Netzwerk Seiten gilt?
    Order bezieht sich das wirklich nur auf StudiVZ (von dem ich nicht mal wusste, dass es das noch gibt)?
    Danke!

    Antworten
    1. Fabian

      Hi Gerald,

      Beispiel #1 bezieht sich nur auf StudiVZ…die Seite ist einfach tot ;-).
      Für andere soziale Netzwerke gilt dies allerdings nicht. Backlinks von z.B. Facebook, Google+ und Twitter sind immer sehr gut, da diese meistens auch Besucher auf die eigene Website bringen können.

      Grüße,
      -Fabian

      Antworten
      1. Vladimir

        Backlinks von Google + wurden sogar mal außerordentlich gut von Google bewertet. Mittlerweile teilen Facebook, Plus und Co sich den Linksjuice und werden sehr stark bewertet.
        Es gibt nicht umsonst den Bereich social media marketing 😉

        Grüße
        Vladimir

        Antworten
        1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

          Danke für den Kommentar Vladimir. Wobei ich jetzt einfach mal behaupten würde, dass Backlinks nicht das primäre Ziel vom Social Media Marketing sind. Da geht es oft mehr um Branding und PR. So sehe ich es zumindest bei unseren Kunden 😉

          Antworten
          1. Fabian

            Hallo Vladimir,

            Das sehe ich genauso wie Dani. Die sozialen Netzwerke werden für mehr Reichweite genutzt und nicht zum Backlinksaufbau. Es ist viel zu einfach ein Backlink von Facebook, Google+ und Co. zu erhalten, daher haben solche Links (nach meinen Erfahrungen) einen eher geringen Einfluss auf das Ranking.

            Grüße,
            Fabian

  2. Alexander Kouba

    Interessant geschrieben. Stimmt, die Kommentarfunktion von Blogs wird sehr oft zugespammt und Foren auch. Zum Glück gibts die Admins, die ein wenig darauf achten.
    Liebe Grüße
    Alexander Kouba

    Antworten
  3. Fabian

    Hi Alexander,

    ja, ein Glück gibt es die… und für alle Admins, die nicht so darauf achten gibt es Anti-Spam Plugins 😉

    Grüße,
    -Fabian

    Antworten
  4. Kevin Venmans

    Facebook Chronik Spammer sind auch schlimm! 😀
    Wieviel Zeit die Leute doch immer haben, sämtliche Chroniken mit ihren Links zu bepflastern….

    Ich finde es nervig, wenn Leute in Foren und auch Facebook Gruppen ausschließlich ihre Links rein posten um mal kurz ein wenig Traffic zu haben. Auf lange Sicht gesehen bringt das doch rein Garnichts und ist absolute Zeitverschwendung :-) Statt die Zeit mit „sinnlos“ Postings zu verschwenden, sollten diese Leute doch lieber die Zeit in einen einzigen sinnvollen Forenpost stecken, denn der würde auf lange Sicht gesehen immer ein wenig Traffic bringen. Und wenn es nur 2 Besucher am Tag sind.

    So jetzt habe ich auch mal etwas gemeckert, muss ja auch mal sein 😉

    Generell denke ich, das ein Backlink immer mit einem gewissen Mehrwert abgegeben werden sollte, egal ob in einem Forum oder einem Blog Kommentar, Facebook Gruppe etc.
    Mit sinnlosem Spamming tut man sich ja selbst keinen Gefallen. Jetzt mal abgesehen von Google und Co, macht das wohl auch keinen guten Eindruck bei meinen (eventuell) zukünftigen Lesern, oder?

    Ich will doch die Leser meines Kommentares/ meines Posts/whatever, davon überzeugen, dass ich in meinem Thema auch was drauf hab. Ich möchte ihnen weiter helfen und möchte erreichen, dass ich beachtet werde. Das Ziel soll ja sein, das diese Leute auch auf meinen Blog kommen, meine Artikel lesen, meinen Newsletter abonnieren etc.
    Und das erreicht man mit Backlinks wie „ EY! Klick mich, dann wirst du reich“ nicht :-)

    Antworten
    1. Fabian

      Hallo Kevin,

      klasse Kommentar von dir. Genau das gleiche denke ich auch. :-)

      Je mehr Besucher über einen Link kommen, desto wertvoller ist dieser auch. Ein paar Facebook Gruppen sinnlos mit Spam belästigen wird kaum Besucher bringen und nur den Ärger des Admins auf sich ziehen :-). Wer es außerdem mit Linkspam übertreibt wird früher oder später von Google abgestraft werden!

      Viele Grüße,
      -Fabian

      Antworten
  5. Dani Schenker (Beitrag Autor)

    Vielen Dank für die Antworten Fabian! :)

    Antworten
  6. Martin

    Hi Fabian,

    schöner Beitrag bei dem ich den meisten Punkten so zustimmen kann, außer der Punkt mit dem Xing Impressum. Ich gehe mal davon aus, dass du Xing Unternehmensprofile meinst, richtig? Soweit ich weiß, sind diese auf “nofollow” und da die Xing Unternehmensseiten in den wenigsten Fällen gut verlinkt sind, hätte so ein Link sowieso nicht viel Power, auch wenn er auf “dofollow” wäre.

    Wenn die Xing Profile jedoch ordentlich optimiert und vollständig sind, können Sie durchaus einiges an Traffic für die Website generieren und wie bei Facebook, Twitter, Google+ & Co. sind das ja positive Signale aus den sozialen Medien, die m.E. nicht schaden können 😉

    Ergänzend zu deinem Beitrag habe ich auch kürzlich etwas zum Thema Backlink-Qualität verfasst, das für dich und deine Leser als weiterführende Lektüre interessant sein dürfte, um die Entscheidung zu erleichtern, ob der benötigte Zeitaufwand für anvisierte Backlinkziele im Verhältnis zu einem möglichen Erfolg steht.

    http://www.martingonev.de/backlink-qualitaet-pruefen-und-bewerten/

    Schöne Grüße aus Ansbach,

    Martin

    Antworten
    1. Fabian

      Hallo Martin,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Ich meine wirklich das “Impressum” bei Xing. Dort habe ich tatsächlich mal ein Impressum von jemanden entdeckt, der dieses als “Linkschleuder” verwendet hat und unzählig viele Links mit harten Ankertexten dort platziert hat. Die Links dort sind auch wirklich “DoFollow” (Stand: 25.01.2015). Nach meiner Meinung bringt diese Art von Linkbuilding absolut gar nichts, da sie keine Besucher bringt und eher als Linkspam zu bewerten ist :-).

      Viele Grüße,
      -Fabian

      Antworten
  7. Martin

    achja du meinst das Profilimpressum. Mir wird dieser Link von von meinem FireFox Addon Quirk SearchStatus als “nofollow” angezeigt. Wenn ich mir den Quelltext meines Xing Profils ansehe, ist der Link jedoch sowieso nicht im Quelltext vorhanden, von daher ist dieser ja ohnehin nutzlos 😉

    Antworten
  8. Larissa

    Der Umkehrschluss für 3. ist allerdings, dass man mit Kommentarlinks in gutbesuchten Blogs gute Serps erreichen kann, sofern diese sinnvoll zum Thema passen und vom Admin freigeschaltet werden 4. -> keine billigen, aber dafür teure Links kaufen. 5. -> Links in gutbesuchten Foren bringen viel, wenn sie vom Admin nicht geloescht werden.

    Antworten
    1. Fabian

      Hallo Larissa,

      1.) Links kaufen ist halt ein sehr heißes Eisen geworden. Solange ein Linkkauf von Google nicht bemerkt wird, kann ein gekaufter Links von einer starken Webseiten einiges bringen. Wenn so etwas allerdings auffliegt, dann können dir gekaufte Links dein Ranking sehr schnell zerstören…
      2.) Da gebe ich dir Recht, Links aus Foren und Kommentarbereichen bringen vor allem Traffic :-).

      Viele Grüße,
      -Fabian

      Antworten

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