8 Probleme beim Infografik-Outsourcing (und die Lösungen)

Infografik erstellen lassen Probleme

Eine Infografik von einem Freelancer erstellen zu lassen ist eine gute Idee, jedoch sind damit auch einige Schwierigkeiten verbunden, die es zu meistern gilt.

Im letzten Artikel bin ich bereits darauf eingegangen, wie du eine Infografik kostengünstig erstellen lassen kannst, und zwar mit Outsourcing.

Heute zeige ich dir, was beim Infografik-Outsourcing alles schief gehen kann und wie du diese Probleme am Besten umgehen kannst.

Problem #1: Unklare Ausschreibung

Der erste große Knackpunkt ist auf jeden Fall deine Ausschreibung. Diese muss so geschrieben sein, dass sich die passenden Leute angesprochen fühlen.

Mach dir keine Sorge, deine Idee ausführlich zu beschreiben. Niemand wird sie dir stehlen und wenn dann sowieso nur auf Englisch.

 Problem #1 verhindern 

Einfache Sprache und Beispiele

Um Probleme mit der Ausschreibung zu verhindern, achte darauf, dass dein Englisch so einfach wie möglich ist.

Viele potenzielle Freelancer sprechen nicht perfekt Englisch und du möchtest keine Missverständnisse.

Scheue nicht davor zurück bereits in deiner Ausschreibung passenden Beispiele zu anderen Infografiken zu verlinken oder hochzuladen.

Problem #2: Freelancer Auswahl

Bei der Auswahl des Freelancers liegt es an dir, mit gesundem Menschenverstand zu handeln.

Eine große Gefahr besteht darin, sich automatisch für den günstigsten Anbieter für die Infografik zu entscheiden. Wer spart schon nicht gern?

 Problem #2 verhindern 

Zu gut und Freelancer.com Features

Wenn es so aussieht, als wäre es zu gut, um wahr zu sein, dann ist es meist auch so. Also Finger weg.

Falls du für das Outsourcing deiner Infografik freelancer.com nutzt (wir empfehlen freelancer.com*), dann mach Gebrauch von den verschiedenen Features.

Schließe unseriös wirkende Freelancer aus deinem Projekt aus, es gibt genügend andere.

Problem #3: Unehrliche Freelancer

Auch wenn mittlerweile so gut wie jeder Freelancer sein Foto im Profil hat, ist das Ganze natürlich immer noch quasi anonym.

Du weißt nicht wirklich, wer sich dahinter verbirgt und leider gibt es genügend schwarze Schafe.

Es gibt verschiedene Wege, wie die Anbieter unehrlich sein können.

  • Sich bei Projekten bewerben, ohne die Ausschreibung zu lesen.
  • Falsche Referenzen auflisten.
  • Einen fixen Preis angeben und im Bewerbungstext weitere Forderungen stellen.
  • Bearbeitete Projekte faken (Partner beauftragt günstig).
 Problem #3 verhindern 

Immer daran denken

Behalte es einfach im Hinterkopf, dass nicht jeder Grafiker in deinem Interesse arbeitet.

Wenn du die Augen offen behältst, wirst du viele Betrüger sehen, bevor darauf rein fällst.

Problem #4: Unerfahrene Freelancer

Je nach dem, nach welchem Umfang und Anforderungen deine Infografik verlangt, kann es schon sein, dass auch ein wenig erfahrener Freelancer damit fertig wird.

Jedoch muss dir klar sein, dass auf diesen Plattformen jeder aktiv werden kann.

Viele Freelancer sind daher ganz einfach komplett unerfahren, was später auch in deren Arbeit ersichtlich wird.

 Problem #4 verhindern 

Fragen stellen, Anpassungen ankündigen

Unterhalte dich immer mit einem Anbieter. Entweder über die Direktmessages oder sogar via Skype.

Stelle Fragen, die das Wissen des Gegenüber aufzeigen können und eine Einschätzung ermöglichen.

Stelle von Anfang an klar, dass es jederzeit zu Änderungen kommen kann. Ein Anfänger, der zum Beispiel mit fertigen Templates arbeitet, könnte dadurch abgeschreckt werden.

Problem #5: Sprachbarrieren

Sofern du deine Infografik günstig designen lassen möchtest, musst du davon ausgehen, dass dein Designer nicht Deutsch spricht.

Die normale Sprache auf Plattformen wie oDesk oder Freelancer.com ist Englisch.

Die meisten Anbieter sind dann auch sehr weit von *fließend Englisch“ entfernt. Außerdem wäre es natürlich verrückt von mir, anzunehmen, dass jeder Auftraggeber bereits perfekt Englisch spricht.

 Problem #5 verhindern 

Teams, Antworten verlangen

Einige Anbieter arbeiten in Teams zusammen. Dort ist es in der Regel so, dass ein Teammitglied die Kommunikation übernimmt.

Dieser spricht in der Regel gut Englisch, womit ein großes Problem aus dem Weg geschaffen ist.

Bei einzelnen Freelancern musst du einfach einige Fragen stellen und auf eine Antwort bestehen.

So findest du recht schnell heraus, ob du verstanden wirst und ob du die Antworten verstehst.

Problem #6: Übersetzung

Die erste Version deiner Infografik wird auf jeden Fall in Englisch sein.

Da der Grafiker kein Deutsch spricht, musst du deine Inhalte zuerst auf Englisch übersetzen.

Später muss die Infografik wieder zurück übersetzt werden. Es kann also zweimal zu Fehlern kommen.

 Problem #6 verhindern 

Doppelte Kontrolle

Wenn es um die Übersetzung geht, ist es gleich noch wichtiger, dass sich mehrere Personen, die Infografik ansehen.

Problem #7: Unbrauchbare Arbeiten

Es kann durchaus einmal vorkommen, dass du jemanden mit der Erstellung deiner Infografik beauftragst und die Arbeit ganz einfach unbrauchbar ist.

Das kann durchaus daraus resultieren, dass der Freelancer falsche Referenzen nutzt (siehe #3).

Es kann aber auch sein, dass der Anbieter zu dem Zeitpunkt zu viele Aufträge angenommen hat und schlicht nicht die nötige Zeit investieren kann.

 Problem #7 verhindern 

Auf alles vorbereitet sein

Schlussendlich kannst du gegen einen solchen Fall nichts machen. Rechne einfach damit, dass so etwas passieren kann.

Sei vorbereitet und plane die nötige Zeit ein, um den Auftrag noch einem zweiten Designer zu geben.

Eine unbrauchbare Arbeit kannst du jederzeit ablehnen.

Problem #8: Zeitverschiebung

Wie bereits angesprochen kommen die meisten Freelancer aus Asien (Indien, Pakistan, Bangladesch, usw).

Es kann daher gut sein, dass die Zeitverschiebung die Kommunikation etwas erschwert.

 Problem #8 verhindern 

Abklären, einplanen

Kläre vor der Auftragsvergabe ab, zwischen welchen Uhrzeiten der Designer verfügbar ist. So siehst du schnell, ob für dich funktioniert.

Plane auch damit, dass ein Freelancer eventuell nicht sofort nach der Auftragsvergabe darauf reagiert. Es könnt bei ihm mitten in der Nacht sein.

Gut ist auch, dass eine Infografik erstellen lassen in der Regel kaum direkte Kommunikation benötigt.

Fazit

Es kann also einiges schief gehen, bei der Zusammenarbeit mit Designer über Plattformen wie Freelancer.com* oder oDesk.

Die meisten Probleme kannst du aber mit etwas Planung und Menschenverstand gut umgehen.

Gerade wenn dein Budget aber nicht riesig ist, lohnt sich das Outsourcing natürlich extrem.

PS: Die meisten unserer Tipps kannst du beim Outsourcing immer anwenden, auch wenn es keine Infografik ist.

Jetzt bist du dran…

Uns interessiert deine Meinung! Hast du bereits Erfahrungen mit Outsourcing-Plattformen gesammelt? Und wurdest du mit ähnlichen Problemen konfrontiert? Schreib uns einen Kommentar!

2 Kommentare

  1. Gernot Max

    Ich finde Eure Darstellungen zum Outsorcing von Infografiken sehr gut. Ich denke schon länger darüber nach, eine erstellen zu lassen, wusste aber nie, wie ich das ohne horrende Kosten richtig anpacken soll. Jetzt weiß ich es, danke!!!

    1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

      Kein Problem. Und sag uns Bescheid, wie es gelaufen ist. Kannst uns auch jederzeit via Email erreichen, falls du noch im Detail Fragen zu Infografiken hast 😉

Kommentare sind geschlossen.