Die Meta Description hat ausgedient – Hier ist der Beweis

SEO Meta-Description

Die Meta Description und der Meta Title hatten über lange Zeit einen grossen Einfluss auf das SEO Ranking einer Seite bei Google. Doch damit scheint nun Schluss zu sein, zumindest was die Meta Beschreibung Länge und Inhalt betrifft. Wir zeigen euch warum das so ist und was man daraus machen muss.

Was ist Meta Description oder Beschreibung?

Meta Description ist egalUnter den Meta Tags versteht man Informationen in einem HTML Dokument, welche für Suchmaschinen sichtbar sind. Sprich, der Besucher der Seite, sieht diese Infos nicht. Über Meta Tags können dann auch verschiedene Infos übermittelt werden, wie etwa die Sprache des Dokuments, der Autor oder eben die Beschreibung.

Mit der Meta Description konnte man früher Google in 160 Zeichen aufzeigen, um was es bei der Seite eigentlich geht. Man sorgte also dafür, dass das gewünschte Keyword darin vorkamen und konnte so schon mal vieles bewirken. Doch damit ist es nun vorbei…

Übrigens, den Meta Keywords ging es damals als Erstes an den Kragen, da diese einfach zu übertrieben zur Suchmaschinenoptimierung genutzt wurde.

Warum hat die Beschreibung ausgedient?

Wir sehen in diesem Zusammenhang vor allem die folgenden zwei Gründe:

  • 160 Zeichen reichen nicht mehr – Der Trend der letzten Jahre geht weg von kurzen Texten zu einzelnen Keywords und hin zu tiefgründigerem Content mit vielen verschiedenen Keywords. Es ist also eigentlich gar nicht mehr möglich, mit so einem kurzen Text, alles zu sagen. Man müsste daher mehr Zeichen zur Verfügung haben oder…
  • Googe setzt sich die Description selbst zusammen – In der letzten Zeit haben wir vermehrt festgestellt, dass Google die Meta Description selbst zusammenstellt. Dafür werden aus dem Text heraus Teile genommen und dies sogar aus unterschiedlichen Stellen.

Schlussendlich heisst dies, dass man als Websitebetreiber keinerlei Kontrolle mehr darüber hat, welche Meta Beschreibung Google in den Suchresultaten anzeigen wird.

Im nachfolgenden Beispiel sieht man zuerst eine sehr viel längere Meta Beschreibung. Im zweiten Screenshot ist noch der eigentlich Meta Tag Description Inhalt zu sehen und im dritten Bild folgt noch eine Angabe betreffend der Anzahl Zeichen, welche Google hier verwendet.

Lange Meta Description

Mehr Zeichen in der Beschreibung

 

Weitere Beispiele für zusammengesetzte Description

Wir haben festgestellt, dass Google diese Methode zur Generierung der Meta Beschreibung vor allem bei Longtail Keywords nutzt. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass die meisten Artikel nicht genau darauf optimiert wurden und sich Google daher den kompletten Text ansehen muss. Nachfolgend noch einige Beispiel, von durch Google generierte Meta Description.

In dieser Kombination verwendet Google sowohl die ausgefüllte Beschreibung, als auch einen Satz aus dem Textverlauf.

Kombinierte Description durch Google

Hier werden für alle Suchresultate von Google zusammengestellte Description verwendet. Diese sind klar länger als 160 Zeichen.

Viel zu lange Beschreibung bei Suchergebnissen

Auch hier definiert Google die Textsnippets wieder selbst.

Keine Meta Description mehr

Google eigene Description

Mehr Anzeige in Suchresultaten

Wie macht Google die Beschreibungen?

Zugegeben, in den meisten Fällen benutzt Google immer noch die vom Seitenbetreiber vorgegebene Description. Denn die meisten Seiten sind auch immer noch auf ein relativ kleines Themengebiet begrenzt und ranken entsprechend nur für wenige Keywords. Offenbar scheint dies aber nicht mehr das zu sein, was Google möchte. Eine Studie von Quicksprout zeigt, dass lange Texte besser ranken als kürzere. Dies bedeutet natürlich, dass im Algorithmus von Google irgendwann festgelegt wurde, dass mehr Inhalt ein positives Zeichen ist. Je länger ein Artikel, desto mehr Keywords, insbesondere aus dem Longtail, müssen natürlich auch vorhanden sein.

Langer Content rankt besser und mit mehr Keywords

Bild von Quicksprout.com

Aus diesen längeren Texten nimmt sich Google nun Teile heraus und nutzt diese als Beschreibung. Dabei ist es sogar so, dass mehrere Textstellen zum Einsatz kommen können, wenn die gewünschten Keywords dadurch angezeigt werden können. Dies sieht man auch in den Beispielen oben sehr gut.

Was machen wir bei der Suchmaschinenoptimierung aus dieser Situation?

Wie es aussieht nimmt uns Google also einen weiteren Teil unserer Kontrolle. Und dies kurz nachdem sich viele SEOs wieder genau auf diesen Teil zurück besonnen haben. Denn, mit all den Veränderungen der letzten Zeit, schien dies doch noch etwas zu sein, wo Spielraum geboten wurde. Mit einer guten Description hatte man eventuell die Chance Klicks zu bekommen, auch wenn man nicht auf dem ersten Platz stand. Wie soll man also damit umgehen?

Zuerst einmal muss man sich klar machen, dass diese neue Art der Meta Description auch ihre Vorteile hat. So kann man eventuell bessere Rankings für Keywords erwarten, welche man zuvor nicht hatte. Vor allem im Longtail, wo man in der Regel kaum darauf optimiert, da es einfach zu breit ist. Dafür wiederum ist es aber zwingend nötig, dass man im Content die entsprechenden Longtails auch tatsächlich erwähnt. Hierzu gibt es verschiedene Ansätze, wie wir etwa bereits im Artikel Keyword Recherche Tools beschrieben hatten.

Wichtig ist auch, dass man einige Sätze bildet, welche diverse Keywords enthalten. Die Beschreibung ist zum Teil zwar einiges länger, scheint aber dennoch ein klares Limit zu haben. Google sucht also nach wie vor Sätze, welche alle gesuchten Keywords beinhalten und zeigt diese dann in der Description an.

Eure Meinung zum Meta Tag „Description“

Ihr habt nun unsere Beweise gesehen und wisst, weshalb wir denken, dass es bei der Meta Description viele Änderungen geben wird. Doch wie denkt ihr darüber? Soll man vielleicht auf diesen Meta Tag in Zukunft verzichten? Spielt die Meta Description Länge noch eine Rolle? Oder sind eventuell so wenig Suchresultate betroffen, dass es sich nicht lohnt, sich mit dem Thema zu befassen?

Wir freuen uns auf eure Kommentare und Anregungen!

7 Kommentare

  1. Marco

    Super Artikel vielen dank! Hat nicht Matt Cutts vor kurzem sogar dazu geraten die desc komplett wegzulassen wenn sie nicht unique ist ?!

    Das hat man besonders bei grösseren Projekten, dass man nicht alle per Hand verfassen kann …

    Eine Alternative ist es allemal, und trotzem ist die desc meiner Meinung nach immer noch sehr wichtig wenn man seine Artikel auf ein keyword optimiert und nicht auf mega longtail geht 🙂

    Wird dann genau nach dem keyword gesucht, erscheint meist auch noch die selbst gesetzte description.

    Dass aber bei allen anderen Anfragen die desc von Google zusammengesetzt wird, ist wohl tatsächlich immer mehr der Fall.

    Mal schauen wo die Reise hingeht 😉

    1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

      Die Aussage von Matt Cutts hab ich zwar nicht gesehen, ich würde aber sagen, dass es logisch wäre. Google hat ganz klar die Möglichkeit die Description selbst zu bestimmen und zwar passend. Warum sollte man dann immer die gleiche Beschreibung nehmen, welche am Ende wahrscheinlich nirgends passend ist.

      Betreffend den Rankings von Keywords hast du sicher auch recht. Ich denke aber, dass dies mit etablierten Seiten sicher noch gut funktioniert. Mit neuen Seiten macht es aber mehr Sinn, auf mehrere Keywords und den Longtail zu setzen, da man da seine Chancen einfach vergrössert. Denn für umkämpfte Keywords wird man zu Beginn ja sowieso nicht ranken können.

  2. Jana

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Beitrag. Als Anfänger fallen einem solche Sachen einfach noch nicht auf. Ich hab knapp realisiert, dass die Suchergenisse seit einer Weile anders aussehen (irgendwie alles wie Werbung). Mittlerweile habe ich es aber auch gesehen, dass bei einigen Suchanfragen sehr lange Descriptions vorkommen. Aus jeden Fall ein spannendes Thema.

  3. imwebsein

    Hi, das einzige was mir noch fehlt ist die neue Möglichkeit nun zwei Description zu Hinterlegen, ansonsten guter Artikel.

  4. Onlinedezernat

    Vorsicht vor Scheinkorrelationen: Bei der oben erwähnten Studie, die besagt, dass längere Inhalte bessere Positionen nach sich ziehen,
    könnte man einem Trugschluss aufsitzen.

    Denn: Wer sich die Mühe macht, mehr Inhalte zu erstellen, macht sich z.B. im Schnitt auch mehr Mühe, die Seite suchmaschinengerecht zu gestalten.

    Genauso könnte man einer anderen Studie ablesen, dass Männer mit Glatze durchschnittlich mehr verdienen als Männer ohne Glatze.
    Wer nun aber in Hoffnung auf ein höheres Einkommen plant, sich die Haare abzurasieren, sollte erst hinterfragen, ob nicht vielleicht sowohl das Einkommen als auch der Haarausfall lediglich mit zunehmendem Alter steigen.

    Aber auch wenn der Zusammenhang „Mehr Inhalt = Bessere Positionen“ nicht mit einer Studie belegbar ist, können wir vermutlich alle diese Aussage aus der Erfahrung heraus bestätigen.

  5. Heinz-Günter Weber

    Die Meta-Beschreibung hat nicht ausgedient – im Gegenteil. Allenfalls zur klassischen Keyword-Optimierung. Aber wenn sie die Clicks auf das Ergebnis steigern kann, ist das ein starkes Ranking-Signal, zumindest in Verbindung mit einer guten Seite, auf der man dann landet. http://www.seo-by-content.de/der-diskrete-charme-der-meta-description/

    1. Dani Schenker (Beitrag Autor)

      Ich hab deinen Artikel gelesen und finde die Aussagen gut und treffend.

      Zugegeben, mein Titel ist etwas reißerisch und entspricht (noch) nicht der Realität.

      Mir persönlich fällt in der letzten Zeit einfach immer wieder auf, dass Google sich die Meta-Description selbst zusammenstellt. Und je mehr dies der Fall ist, desto weniger wichtig wird die Beschreibung, die ich selbst definiere.

      Aber klar, es ist auch möglich, dass es nie so weit kommt. Die Description zu optimieren ist daher auf keinen Fall falsch 😉

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